Nachfüllen statt zumüllen

Nachfüllen statt zumüllen

Nachfüllen statt zumüllen: So reduzieren wir Plastik im Alltag 💚

Plastik ist praktisch, leicht und vielseitig. Genau deshalb begegnet es uns praktisch überall – bei Lebensmitteln, Kosmetik, Waschmitteln und Reinigungsprodukten.

Das Problem dabei: Viele Kunststoffverpackungen werden nur sehr kurze Zeit verwendet und danach entsorgt. Dabei könnten wir gerade bei Produkten des täglichen Bedarfs einen grossen Teil dieser Verpackungen vermeiden.

Unsere Devise bei Washo lautet deshalb: Nachfüllen statt zumüllen. 💚

Rund 120 kg Kunststoff pro Person und Jahr

In der Schweiz werden jedes Jahr rund eine Million Tonnen Kunststoffe verbraucht. Das entspricht ungefähr 120 Kilogramm pro Person und Jahr.

Noch erstaunlicher: Fast die Hälfte dieser Kunststoffe ist weniger als ein Jahr im Einsatz – beispielsweise in Form von Verpackungen.

Gerade bei Verpackungen entstehen damit enorme Mengen Material für etwas, das teilweise nur wenige Wochen, Tage oder sogar Minuten genutzt wird.

Quelle: Bundesamt für Umwelt BAFU

Was passiert mit unserem Plastikabfall?

Oft entsteht der Eindruck, Plastik werde nach der Entsorgung einfach wieder zu neuem Plastik.

Die Realität sieht anders aus.

Von den jährlich rund 790'000 Tonnen Kunststoffabfällen in der Schweiz werden:

  • rund 83 % in Kehrichtverbrennungsanlagen thermisch verwertet

  • weitere 2 % in Zementwerken thermisch verwertet

  • lediglich rund 9 % zu Rezyklaten verarbeitet

  • rund 6 % auf andere Weise wiederverwendet

Recycling ist also wichtig – aber es löst das Problem alleine nicht.

Noch besser ist es, Verpackungen gar nicht erst entstehen zu lassen oder vorhandene Verpackungen möglichst oft wiederzuverwenden.

Vermeiden kommt vor Recycling

Eine Plastikflasche zu recyceln ist besser, als sie einfach wegzuwerfen.

Eine funktionierende Flasche immer wieder zu verwenden, ist aber noch sinnvoller.

Genau hier setzt das Nachfüllprinzip an.

Statt mit jedem Einkauf erneut hauptsächlich Wasser in einer neuen Plastikflasche nach Hause zu transportieren, kann das Wasser direkt zu Hause hinzugefügt werden.

Das spart Verpackungsmaterial und reduziert unnötigen Transport.

Nachfüllen statt zumüllen 💚

Bei Washo versuchen wir deshalb, Produkte für den täglichen Haushalt anders zu denken.

Das Prinzip ist einfach:

Flasche behalten. Pulver nachfüllen. Wasser hinzufügen. Weiterverwenden.

Zum Beispiel bei:

Oberflächenreiniger

Unser Reinigungspulver wird zu Hause einfach mit Wasser gemischt. Die vorhandene Flasche kann immer wieder verwendet werden.

So muss nicht für jede neue Portion Reiniger eine weitere Einwegflasche produziert, transportiert und entsorgt werden.

Handseife

Auch Flüssigseife besteht zu einem grossen Teil aus Wasser.

Mit unserem Handseifen-Pulver wird die Seife deshalb direkt zu Hause angemischt. Der Seifenspender bleibt – nur das Pulver wird nachgefüllt.

Spülmittel

Dasselbe Prinzip funktioniert beim Spülmittel: Pulver nachfüllen, Wasser dazugeben, schütteln und die Flasche erneut verwenden.

Kleine Veränderung – aber bei einem Produkt, das wir das ganze Jahr über benötigen.

14'000 Tonnen Plastik gelangen jährlich in die Schweizer Umwelt

Kunststoff ist nicht nur ein Abfallproblem.

Das Bundesamt für Umwelt schätzt, dass jedes Jahr rund 14'000 Tonnen Makro- und Mikroplastik in Schweizer Böden, Gewässer und Sedimente gelangen.

Ein grosser Teil stammt zwar nicht direkt aus Haushaltsverpackungen, sondern beispielsweise durch Abrieb und die Zersetzung verschiedener Kunststoffprodukte.

Trotzdem zeigt die Zahl, wie wichtig ein bewussterer Umgang mit Kunststoff grundsätzlich ist.

Denn einmal in der Umwelt angekommen, baut sich Kunststoff nur sehr langsam ab.

Muss deshalb alles Plastik verschwinden?

Nein.

Kunststoff ist ein wertvoller Werkstoff und hat in vielen Bereichen absolut seine Berechtigung.

Entscheidend ist für uns eine andere Frage:

Müssen wir für ein Produkt, das wir regelmässig nachkaufen, jedes Mal eine neue Verpackung produzieren und nach kurzer Zeit wieder entsorgen?

Sehr oft lautet die Antwort: Nein.

Gerade bei Reinigungs- und Haushaltsprodukten können Nachfüllsysteme eine einfache Alternative sein.

Nachhaltigkeit muss vor allem alltagstauglich sein

Wir glauben nicht daran, dass ein nachhaltigerer Haushalt kompliziert sein muss.

Im Gegenteil.

Die besten Veränderungen sind diejenigen, die sich problemlos in den Alltag integrieren lassen.

Eine Flasche nicht wegzuwerfen, sondern erneut zu befüllen, klingt nach einer kleinen Sache. Wird daraus aber eine Gewohnheit und machen viele Menschen mit, summieren sich diese kleinen Veränderungen.

Nachfüllen statt zumüllen. 💚

Denn die nachhaltigste Verpackung könnte am Ende diejenige sein, die wir gar nicht erst neu brauchen.

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