Swiss Made: Besuch bei Walter Nef - washo.ch

Swiss Made: Besuch bei Walter Nef

Warum unser Dosierlöffel aus einer kleinen Werkstatt im Zürcher Oberland kommt

Manchmal erzählen die kleinsten Dinge die grössten Geschichten. Zum Beispiel der kleine Holzlöffel, der jeder Dose Washo Aktivsauerstoff beiliegt.

Die meisten Menschen schenken ihm vermutlich nur wenige Sekunden Aufmerksamkeit. Doch hinter diesem Löffel steckt eine Geschichte über Schweizer Handwerk, regionale Wertschöpfung und die Frage, welche Art von Unternehmen wir unterstützen möchten.

Vor Kurzem durften wir Walter Nef in seiner Werkstatt in Bauma im Zürcher Oberland besuchen.  Vor rund 50 Jahren gründete Walter Nef dort seine Holzwarenfirma. Heute ist er noch immer jeden Tag vor Ort. Gemeinsam mit seinem kleinen Team produziert er hochwertige Holzprodukte für Küche, Haushalt und viele weitere Anwendungen.

Schon nach wenigen Minuten wird klar: Walter liebt den Werkstoff Holz mit Leib und Seele.

Holz aus der Region

Die Hölzer, die Walter verarbeitet, stammen aus den Wäldern der Umgebung. Auch die Sägerei befindet sich im Nachbarort. Die Wege sind kurz. Die Wertschöpfung bleibt in der Region. Arbeitsplätze bleiben erhalten.

In einer Zeit, in der viele Produkte um die halbe Welt transportiert werden, ist das alles andere als selbstverständlich.

Aus Restholz wird ein Washo-Löffel

Besonders fasziniert hat uns eine überraschende Information. Unsere Dosierlöffel werden aus Holz hergestellt, das ursprünglich als Abschnitt bei der Produktion von Schneidbrettern anfällt.

Was andernorts als Abfall betrachtet würde, erhält bei Walter ein zweites Leben. So entsteht aus einem Reststück ein hochwertiger Dosierlöffel für unseren Aktivsauerstoff. Und selbst die verbleibenden Holzreste werden weiterverwendet. Was nicht mehr verarbeitet werden kann, wird zu Holzpellets und dient anschliessend als Heizmaterial für die Gewerbeliegenschaft. Ein Kreislauf, der zeigt, wie ressourcenschonende Produktion in der Praxis aussehen kann.

Gegen den Strom

Im Gespräch erzählte uns Walter auch von den Herausforderungen der letzten Jahre.

Viele Produkte, die früher von Schweizer Betrieben hergestellt wurden, kommen heute aus Asien. Plattformen wie Temu und andere Billiganbieter haben den Preisdruck zusätzlich erhöht.

Besonders im Bereich von Holzbastelartikeln gingen viele Aufträge verloren. Produkte, die früher in Schweizer Werkstätten gefertigt wurden, werden heute oft zu Preisen angeboten, mit denen lokale Produzenten nicht konkurrieren können.

Die Folgen sind spürbar.

Walter musste deshalb sogar einen Mitarbeiter entlassen – eine Entscheidung, die ihm bis heute nahegeht.

Warum wir trotzdem auf Schweizer Produktion setzen

Natürlich könnten wir unsere Dosierlöffel deutlich günstiger im Ausland produzieren lassen. Doch bei Washo geht es nicht nur um den günstigsten Preis.

Wir möchten Produkte schaffen, die möglichst nachhaltig sind. Dazu gehören für uns auch kurze Transportwege, regionale Wertschöpfung und die Zusammenarbeit mit Menschen, die ihre Arbeit mit Leidenschaft ausüben.

Genau das haben wir bei Walter Nef gefunden.

Als wir über unsere Zusammenarbeit sprachen, sagte Walter einen Satz, der uns besonders geblieben ist:

"Irgendwie sind wir aus dem gleichen Holz geschnitzt."

Wir finden, das trifft es ziemlich gut.

Denn am Ende geht es nicht nur um einen Holzlöffel. Es geht um die Menschen dahinter. Um Verantwortung. Um Qualität. Und um die Entscheidung, welche Art von Wirtschaft wir mit unserem Einkauf unterstützen möchten.

Deshalb sind wir stolz darauf, mit Walter Nef und seinem Team zusammenzuarbeiten. Und deshalb steckt in jedem Washo-Dosierlöffel ein kleines Stück Schweiz. 💚

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