Update zur Aufforstung 2023
Drei Jahre später: Aus kleinen Bäumchen entsteht neuer Wald
Im Jahr 2023 zeigte uns der Förster Cornel Aschwanden ganz praktisch, was Aufforstung wirklich bedeutet. Gemeinsam mit meiner Familie durfte ich als Gründer von Washo selbst mit anpacken und junge Bäume pflanzen.
Die Aufforstungsfläche liegt am Arterberg, nur rund 20 Kilometer von unserem Washo-Büro entfernt. Es ist ein steiler und damals sehr karger Berghang. Der Boden war kaum bewachsen und teilweise instabil. Bei starken Niederschlägen bestand die Gefahr, dass Erde abrutscht und weiter abgetragen wird.
Cornels Ziel war es, die Fläche mithilfe von Bäumen langfristig zu stabilisieren und dort wieder einen widerstandsfähigen Mischwald entstehen zu lassen.
Kleine Pflanzen mit einer grossen Aufgabe
Als wir die Fläche 2023 besuchten, waren die jungen Bäume noch winzig. Teilweise waren sie zwischen dem umliegenden Gras und den Sträuchern kaum zu erkennen.
Trotzdem hatten diese kleinen Pflanzen bereits eine wichtige Aufgabe: Mit der Zeit sollen ihre Wurzeln den Boden festigen, die Erosion vermindern und dazu beitragen, dass sich an diesem steilen Hang wieder ein gesunder Wald entwickeln kann.
Cornel erklärte uns damals, dass Aufforstung viel mehr bedeutet, als einfach einen Baum in die Erde zu setzen. Das Pflanzen ist lediglich der Anfang.

Ein junger Wald braucht Zeit und Pflege
Drei Jahre später hat uns Cornel neue Bilder der Fläche geschickt. Der Fortschritt ist deutlich sichtbar: Die kleinen Bäumchen sind gewachsen und heben sich heute viel besser von ihrer Umgebung ab.
Gleichzeitig zeigen die Bilder sehr schön, wie viel Pflege notwendig ist, damit aus den jungen Pflanzen tatsächlich einmal ein Wald entstehen kann.
Rund um die Bäume wachsen Gräser, Büsche und andere Pflanzen oft wesentlich schneller. Würde man die jungen Bäume einfach sich selbst überlassen, bekämen sie teilweise zu wenig Licht und zu wenig Raum. Deshalb muss die Fläche regelmässig gepflegt und der Wildwuchs rund um die Bäume zurückgeschnitten werden.
Der Landbesitzer - Stefan Schuler - hat dies in den vergangenen Jahren mit grosser Sorgfalt gemacht. Auf den aktuellen Bildern erkennt man gut, dass die jungen Bäume freigelegt wurden und genügend Platz zum Weiterwachsen haben.
Schutz vor Wildtieren
Auch Rehe und andere Wildtiere können jungen Bäumen stark zusetzen. Die frischen Triebe sind für sie eine beliebte Nahrungsquelle. Werden die Pflanzen wiederholt angefressen oder ausgerissen, können sie sich kaum entwickeln.
Deshalb wurde die gesamte Aufforstungsfläche eingezäunt. Der Zaun schützt die jungen Pflanzen während ihrer empfindlichsten Wachstumsphase und gibt ihnen die Möglichkeit, in den kommenden Jahren kräftiger und widerstandsfähiger zu werden.

Aufforstung ist eine langfristige Aufgabe
Die Entwicklung am Arterberg zeigt eindrücklich, dass Aufforstung Geduld braucht. Nach drei Jahren ist noch kein fertiger Wald entstanden. Aber es ist bereits deutlich erkennbar, dass sich die Arbeit lohnt.
Die Bäume sind gewachsen. Ihre Wurzeln breiten sich aus. Die Fläche verändert sich Schritt für Schritt. Und man kann sich heute bereits vorstellen, wie an diesem Hang in Zukunft ein stabiler und vielfältiger Wald entstehen wird.
Für uns war es besonders schön, die Entwicklung jener Bäume zu sehen, die wir 2023 teilweise selbst gepflanzt haben. Damals waren es kleine Setzlinge. Heute sind es sichtbare junge Bäume – und der Anfang eines Waldes, der hoffentlich viele Jahrzehnte bestehen wird.
Diese Erfahrung zeigt uns auch, weshalb wir bei Washo langfristig denken: Einen Baum zu pflanzen ist ein wichtiger erster Schritt. Entscheidend ist aber, dass er geschützt, gepflegt und über viele Jahre begleitet wird.
Ein herzliches Dankeschön an Cornel Aschwanden und Stefan Schuler für ihre sorgfältige Arbeit und dafür, dass man uns damals gezeigt hat, wie echte Aufforstung funktioniert.
